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Erfolgreiche Wiederansiedlung: Afrikanische Geparde gedeihen in Indiens Kuno-Nationalpark

Indien schreibt Geschichte: Als einziges Land der Erde beherbergt es seit Kurzem sechs Grosskatzen, nachdem es den Geparden sieben Jahrzehnte nach dessen Ausrottung erfolgreich wiederangesiedelt hat. Im Herzen des Kuno-Nationalparks finden diese majestätischen Raubkatzen eine neue Heimat. Das "Project Cheetah" war und ist umstritten, aber die afrikanischen Geparden scheinen sich inzwischen gut an ihre neue Heimat zu gewöhnen. Bereits 14 Junge haben in Indien das Licht der Welt erblickt.

Afrikanischer Gepard in Indien
Afrikanischer Gepard in Indien


Indien zeigt Mut: Erste transkontinentale Wiederansiedlung eines grossen Raubtiers

In einem mutigen Schritt hat Indiens Regierung beschlossen, den Geparden im zentralindischen Kuno-Nationalpark wieder einzuführen. Für das "Project Cheetah" wurden afrikanische Geparde aus dem südlichen Afrika importiert, da der asiatische Gepard auch in seinem letzten Bollwerk im Iran kurz vor dem Aussterben steht. Die zwei näher verwandten Unterarten aus dem nordöstlichen und nordwestlichen Afrika sind auch stark gefährdet und kamen daher für die Wiedereinführung ebenso wenig infrage. Das ist eine kleine Revolution in der Geschichte des Naturschutzes: noch nie zuvor wurde ein grosses Raubtier über zwei Kontinente hinweg wiederangesiedelt, geschweige denn mit einer anderen Unterart. Entsprechend gross ist die Kritik  viele bekannte Naturschützer haben sich gegen die Wiederansiedelung ausgesprochen zu Unrecht?


14 Junge geboren: afrikanische Geparde scheinen sich an ihrer neuen Heimat in Indien Gefallen zu finden

Seit der Freilassung von 8 namibischen Geparden im September 2022 und weiteren 12 Tieren aus Südafrika im Februar 2023 wurden bis im März 2024 bereits 14 Jungtiere geboren, wobei allein der letzte Wurf der Gepardin Gamini ganze 6 Junge aufwies. Ein ermutigendes Zeichen für den Erfolg des Projekts. Doch die Rückkehr des Geparden ist nicht ohne Herausforderungen und Rückschläge. Einige der eingeführten Tiere sowie drei der ersten vier Jungen verstarben in den ersten Monaten nach ihrer Ankunft das indische Klima mit extremer Hitze im Frühjahr und dem Monsun im Sommer war wohl zu viel für die Tiere aus der südlichen Hemisphäre, für die sich die Jahreszeiten komplett drehten. Aus diesem Grund sollen in weiteren Staffeln jährlich rund 12 Tiere aus Ostafrika eingeführt werden. Gespräche mit Kenya sind im Gange.

Geparde als Jagdbegleiter der Mogulkaiser

Die meisten Menschen verbinden Indien mit dem Bengalischen Tiger dem Nationaltier und Stolz des Landes. Nur wenige wissen, dass Indien auch jahrhundertelang als das Land des Geparden galt. In der Tat hielten sich viele muslimische Herrscher zahme asiatische Geparden, die sie zur Jagd von Gazellen und Antilopen einsetzten. Diese abgerichteten Geparde wurden auch als "Hunting Leopard" ( jagender Leopard) bezeichnet. Dieser verwirrende Begriff hat vielleicht dazu beigetragen, dass Geparde auch heute noch oft mit den deutlich kräftigeren Leoparden verwechselt werden, mit denen sie sowohl in Afrika wie in Indien das Territorium teilen.


Die Ausrottung des Gepards in Indien und (fast) ganz Asien

Der rücksichtslose Abschuss und die massive Zerstörung des Lebensraumes durch das explosive Wachstum der Bevölkerung führte mitte des 20. Jahrhunderts zur Ausrottung des asiatischen Geparden in Indien. Bis heute hält er den zweifelhaften Titel als einzige bedeutende Tierart Indiens, die jemals komplett von der Bildfläche verschwand. Leider erging es den asiatischen Sprinter-Katzen, die weitläufige ungenutzte Grasflächen oder Savannen für ihr Überleben benötigen, auch im Rest ihres riesigen Verbreitungsgebiets von der Arabischen Halbinsel über den Iran und die Ex-Sowietrepubliken bis nach Pakistan nicht besser. Heute überlebt lediglich eine winzige Population des asiatischen Geparden mit weniger als 5o Tieren im Iran.

Einzigartiges Indien: Heimat von 6 Grosskatzen

Die Wiederansiedelung des Geparden katapultiert Indien in die absolute Superliga für Katzenliebhaber: kein anderes Land der Welt kann von sich behaupten, 6 Arten von Grosskatzen zu beherbergen: Bengalischer Tiger, Asiatischer Löwe, Indischer Leopard (inkl. Schwarzer Panther), Schneeleopard, Nepelparder und Gepard. Ziemlich beindruckend, findest du nicht?




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